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Suchergebnisse für „make-up

Für Sie getestet: „MatteTrance“-Lippenstift von Pat McGrath

Ohne Lippenstift geht gar nichts bei mir. Schon als kleines Kind war ich davon fasziniert. Wenn meine Mutter im Begriff war das Haus zu verlassen, war es undenkbar, dass sie das ohne ihr übliches Ritual tat. Im Eingangsbereich stand eine Kommode, in der obersten Schublade lag ihre Lippenstift-Sammlung. Diese hat uns als Kinder magisch angezogen. Mutter nahm jedes Mal einen Lippenstift heraus und schminkte damit ihre Lippen, ohne dabei einen einzigen Blick in den Spiegel zu werfen. Es gab unterschiedliche Rottöne, aber alle besaßen eine hohe Farbintensität und zauberten ihr ein wundervoll mondänes Lächeln ins Gesicht. Ich habe meine Mutter niemals ohne Lippenstift das Haus verlassen sehen. Später traute ich mich, sie zu fragen, warum sie immer Lippenstift trug. Sie meinte, ohne ihn würde sie sich nackt fühlen. Wenn ich heute vor dem Spiegel stehe, und ich brauche ihn zum Auftragen von Lippenstift und meist auch mit Konturenstift, damit er perfekt sitzt, dann muss ich an meine Mutter denken und habe ihren schönen roten Mund vor Augen. Gemüts-Farben Gerade in der heutigen Zeit finde ich es wichtig, einen Akzent zu setzen, egal ob unter der Corona-Maske oder bei der Video-Konferenz. Es gibt unterschiedliche Farben, die ich je nach Gemütszustand verwende. Wie gut, dass nicht alle Menschen mich so gut kennen, dass sie mir mein Gefühlsleben gleich am Mund ablesen können. Bräunliche Töne stehen eher für den kleinen Akzent und sind weniger aggressiv. Wenn ich um etwas kämpfe, dann kommt gerne ein sehr knalliges Rot ins Spiel. Abends, gerade wenn es ums Ausgehen ging, trug ich auch mal sehr dunkle Töne auf den Lippen. Besonders begeistert bin ich von matten Tönen, da sie extrem gut halten und auch unter der Maske einwandfrei „überleben. Dame Pat McGrath Nachdem ich die Chance hatte, Pat McGrath bei diversen Modenschauen backstage live zu erleben, war ich fasziniert von ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeit mit Feingefühl wunderschöne Make-ups auf die Gesichter der Runway-Models zu zaubern. Kein Wunder, dass sie als die einflussreichste Visagistin der Welt bezeichnet wird und 2014 von der englischen Königin für ihre Verdienste in der britischen Beauty- und Fashionbranche in den Ritterstand erhoben wurde. Dame Patricia Ann McGrath ist jetzt ihr offizieller Titel. Ich freue mich sehr, dass ihre Debüt-Kollektion jetzt auch in Deutschland erhältlich ist. Der Lippenstift daraus ist mein täglicher Begleiter, und allein die Verpackung mit dem goldenen Kussmund macht mir gute Laune. Danke, Pat, you make my day! „MatteTrance“ Vendetta 029, von Pat McGrath, 39 Euro Titelfoto @up_n_co… weiterlesen

Für Sie getestet: „Nutricia Baum Levres“ von Payot

Die Maskenpflicht hat die Lippenstifte ja ziemlich ins Abseits verwiesen. Doch wenn ich den Nasen-Mund-Schutz abnehme, merke ich, dass meine Lippen unangenehm ausgetrocknet sind. Deshalb kam mir die neue Lippenpflege von Payot gerade recht. Sie pflegt und repariert mit einem Cocktail aus pflanzlichen Ölen, Kokusnuss, Süßmandel, Himbeersamen, Sheabutter und Bienenwachs. Die Inhaltsstoffe sind 79 Prozent natürlichen Ursprungs. Es gibt den Balm nicht nur in Natur, sondern ab Januar 2021 als Limited Edition in den zwei Farbtönen „Rose Candy“ und „Rouge Cherry“. Lippen-Retter Als Rot-Fan, der seinen täglichen Lippenstift als einziges Highlight (Make-up mag ich sonst nicht) schmerzlich vermisst, habe ich natürlich „Rouge Cherry“ ausprobiert. Und was soll ich sagen! Genial! Die Lippen fühlen sich sofort gepflegter an, leicht eingerissene Stellen schließen sich. Die Textur verschmilzt beim Auftragen in ein leichtes, seidiges Öl, sodass sich der Balm geschmeidig auf die Lippenhaut legt und ihr eine gleichmäßig zarte Tönung schenkt. Nichts Auffallendes, sondern sehr subtil. Die Anwendung ist einfach: Mit dem kleinen Finger randlos verstreichen! Nacharbeiten kann man so oft man will, das Sechs-Gramm-Töpfchen ist für den Preis sehr ergiebig. „Nutricia Baum Levres“ von Payot, ca 19 Euro… weiterlesen

Mein Leben auf einer Insel in Thailand

Denkt man da nicht sofort an weiße Strände, türkisblaues Meer und Cocktails unter Kokospalmen? Von der Realität im Paradies berichtet Melanie Rüdiger, eine deutsche Architektin, die der Liebe wegen auf eine Insel im Indischen Ozean gezogen ist. Warum bist du vor sechs Jahren von Deutschland nach Thailand ausgewandert? Das klingt natürlich wie ein Klischee, denn ich habe im Urlaub meinen künftigen Mann kennengelernt. Nach meinem ersten Thailand-Urlaub vor vielen Jahren hat mich die Sehnsucht nach diesem Land nie richtig losgelassen. Als ich von einem Bekannten erfuhr, der sich auf einer kleinen unbekannten Insel in der Andamanen See niedergelassen hatte, nahm ich das als Ausgangspunkt für ein geplantes Insel-Hopping. Sehr weit kam ich allerdings nicht, denn Koh Siboya entpuppte sich als kleines Paradies, in dem man wunderbar in den Tag hineinleben und alle weiteren Pläne ganz schnell vergessen konnte. Law, inzwischen mein Ehemann, arbeitete in dem einzigen Resort der Insel und ist mir mit seinem strahlenden Lächeln und seiner aufmerksamen Art gleich aufgefallen. Wir kamen uns näher. Und wie ging es dann weiter mit euch? Nach dem Urlaub folgten tägliche Video-Calls und unzählige WhatsApp-Nachrichten. Bei einem weiteren Besuch in Thailand machte er mir einen Heiratsantrag und fragte, ob ich mir vorstellen könne, mit ihm auf seinem geerbten Stück Land zu leben. Beruflich hatte ich zu der Zeit eine der höchsten Karrieresprossen als Architektin und Projektsteuerin erklommen. Ein weiteres Großprojekt abzuwickeln war zwar spannend, aber bedeutete keine Passion mehr. Privat hatte ich eine langjährige, schwierige Beziehung hinter mir. Kurzum, all das hat mir die Entscheidung leicht gemacht. Wie sieht heute dein Alltag in Thailand aus? Eine der größten Herausforderungen für mich ist, dass es keinen Alltag gibt und ich keiner regelmäßigen Tätigkeit nachgehe. Nur in der Hängematte abhängen wäre nicht mein Ding. Meist bestimmt das Wetter, welche Aktivitäten stattfinden – ist es zu heiß, kann man nur frühmorgens etwas im Freien erledigen, schüttet es in Strömen, setzt man besser keinen Fuß vor die Tür. Anders als im Golf von Thailand kann man in der Andamanen See nur in der Hochsaison, entsprechend dem europäischen Winter, im Meer schwimmen und auf unserer Insel auch nur bei Flut. Soviel zum Mythos des ganzjährigen Strandlebens. Wo lebt ihr auf der Insel? Das geerbte Stück Land im Dorf von Laws Familie entpuppte sich als Kautschukplantage, die wir nach und nach gerodet und kultiviert haben. Dort haben wir mit einem kleinen Startkapital und viel Unterstützung der Dorfbewohner unser Haus gebaut und einen tropischen Garten angelegt.… weiterlesen

Concealer – einer, der alles kann

Für mich ist er morgens fast so lebenswichtig wie der erste Kaffee. Schlecht geschlafen? Dann zaubert er die dunklen Schatten unter den Augen weg. Falsch gegessen? Concealer lässt rote Spots verschwinden. Pickelalarm? Abdecken und basta. Aber auch für optische Mogeleien wie vollere Lippen und perfekte Brauen ist er unersetzlich. Was er allerdings nicht verzeiht, sind Fehler in der Anwendung. Concealer mag es gar nicht, wenn er sichtbar in Erscheinung tritt. Er arbeitet sozusagen under cover. Sein Look ist ein No-Make-up-Look. Soll der Concealer unsichtbar im Gesicht sein Werk verrichten, ist die richtige Wahl von Farbe und Textur unerläßlich. Hören Sie es schon heraus? Stimmt. Mit nur einem einzigen Concealer kommt man nicht aus, soll die „Mogelei“ als solche nicht sichtbar zutage treten. Was man braucht, ist eine hellere, nicht zu kompakte Version und eine dunklere, dafür etwas dickflüssigere Variante. Erstere sollte einen Ton heller sein als die eigene Haut. Aber: Nicht stur das ganze Jahr hindurch benutzen, sondern immer der Jahreszeit sprich Bräune anpassen! Hell lässt sich gegen dunkle Augenringe oder für kleine Schminktricks einsetzen, zu denen kommen wir später noch. Eine flüssige Textur oder zart schmelzende Creme lässt sich leichter verblenden und in die empfindliche Haut unter den Augen so dünn einklopfen, dass man nicht irgendwann mit „Bröseln“ rechnen muss. Das Gesicht wirkt im Nu frischer, die Augen wacher. Für die übrigen Gesichtspartien und zum Abdecken von Unreinheiten darf der dunklere Concealer ruhig etwas fester, cremiger und deckender sein. So weit so gut. Aber um die richtige Farbe zu finden, genügt es nicht, zwischen Hell und Dunkel zu entscheiden. Harmoniert diese nicht mit dem natürlichen Unterton der Haut harmoniert, kann man es vergessen: Der Concealer wirkt aschig oder sticht unschön heraus. Wärmere Hauttypen sollten Abdeck-Produkte mit einem gelben oder orangefarbenen Unterton benutzen, während kühlere Hauttypen mit Pink-Nuancen besser beraten sind. Aber woran erkennt man seinen eigenen Hautunterton? Einen Blick auf die Handgelenke werfen: Scheinen die Adern bläulich/violett durch, ist der Teint eher kühl. Wirken sie grünlich, handelt es sich um einen warmen Unterton. Aber es gibt auch neutrale Typen, die alle Farben tragen können. Bei ihnen schimmern die Adern blau-grün. Richtig gewählt, verbindet sich der Concealer nahtlos mit der Haut. It’s Prime(r) Time Wie ein Maler seine Leinwand grundiert, muss auch das Gesicht auf den „Farbauftrag“ vorbereitet werden. Erst reinigen, dann einen Moisturizer verteilen. Ein Primer ist eine tolle Sache. Ideal am Morgen, wenn keine Zeit für eine ausgiebige Makeup-Routine bleibt.… weiterlesen

Für Sie getestet: „Body Cream“ by Dr. Jetske Ultee

Die Marke ist in Deutschland eher noch unbekannt, in den Niederlanden allerdings längst ein Begriff für qualitativ hochwertige Hautpflege. Dahinter steckt eine Ärztin aus Rotterdam, Dr. Jetske Ultee. Schon wieder eine Doctor Brand, werden Sie vielleicht sagen. Ja, aber diese Medizinerin ist Forschungsärztin in der kosmetischen Dermatologie. 2009 begann sie, ihr Wissen auf ihrem Skincare-Blog zu teilen und führte 2010 ihre Hautpflege- und Make-up-Linie Dr. Jetske Ultee ein. Warum ich mir aus ihrer umfassenden Linie etwas so unspektakuläres wie eine Körpercreme zum Testen ausgesucht habe? Weil es endlich mal eine ehrliche Bodycream ist, die nicht den Anspruch erhebt, erschlafftes Gewebe zu festigen, die Haut zu straffen oder Cellulite zu glätten – was ohnehin nie funktioniert. Außerdem muss ich Dr. Ultee beipflichten, die sagt: „Ein gutes Körperpflegeprodukt mit wirklich wirksamen Inhaltsstoffen zu finden, ist ziemlich schwierig.“ Trockene Haut einfach wegcremen Und in der Tat, die Körpercreme ist reichhaltig, aber weder fettet noch klebt sie. Sie ist unparfümiert, riecht daher angenehm neutral und stört nicht, wenn man darüber Parfum aufträgt. Was mir am meisten gefällt, dass sie meine trockene Haut, gerade an den Unterschenkeln, den ganzen Tag über geschmeidig hält und verhindert, dass sich weiße Schüppchen bilden. Verantwortlich dafür ist eine hohe Konzentration an dem Extrakt aus der Süßholzwurzel. Hinzu kommt Niacinamid (Vitamin B3), einer von Dr. Ultees Lieblingsstoffen, der auch in ihrer Gesichtspflege enthalten ist. Er schützt die Haut nicht nur vor Feuchtigkeitsverlust, in dem er die Barrierefunktion stärkt, sondern zugleich auch vor Schäden durch UV-Strahlung. Ich verwende sie für den ganzen Körper und am liebsten nach dem Duschen auf der noch leicht feuchten und durchwärmten Haut, weil sie dann am nachhaltigsten wirkt. Und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt auch! „Body Cream“ by Dr. Jetske Ultee, 500 ml, ca. 34 Euro… weiterlesen

Für Sie getestet: „The Cream Cleansing Gel“ von Augustinus Bader

Ich muss zugeben, dass ich Professor Augustinus Bader viel Wohlwollen entgegenbringe. Und nicht nur, weil er ein weltweit anerkannter Wissenschaftlicher im Bereich der Stammzellbiologie ist. Er ist einfach eine herausragende Persönlichkeit, ein sehr humaner, verantwortungsbewußter Mensch und Arzt wie ich in einem Interview mit ihm feststellen konnte. An der Universität Leipzig hat sich Bader in den letzten 30 Jahren der Erforschung der körpereigenen Stammzellen gewidmet und entdeckt, wie sich diese Zellen, die durch Alterung oder Traumata mit der Zeit inaktiv werden, wiederbeleben lassen. Ganz klar erklärt er mir, was viele hochgepriesene Hautpflege-Produkte Lügen straft, „dass man der Haut keine Stammzellen zufügen, sondern nur die inaktiven körpereigenen Zellen aufwecken kann“. Seine Mission begann mit der Absicht, Verbrennungsopfern zu helfen. 2008 formulierte er ein bahnbrechendes Wundgel, das sogar Verbrennungen dritten Grades ohne Operation oder Hautübertragung heilt. Daraus entstand seine Idee für eine Hautpflege mit der patentierten TFC8® (Trigger Factor Complex) Technologie. Der Ansatz: Was der geschädigten Haut hilft, kann der gesunden Haut nur gut tun. 2018 kam er mit einem einzigen Produkt auf den Markt – „The Cream“. Ihr Ziel: Die Haut glatter und regeneriert aussehen lassen. Es folgte „The Rich Cream“ und eine Körperpflege. Noch dieses Jahr soll eine komplette Pflegelinie daraus werden. Reinigung ohne Spannungsgefühl Alle Bader-Produkte basieren auf dem Trigger Factor Complex (TFC8®). Er besteht aus natürlichen Aminosäuren, hochwertigen Vitaminen und synthetisierten Molekülen, wie sie auch in der Haut vorkommen. Damit werden wichtige Nährstoffe und leistungsstarke, natürliche Inhaltsstoffe in die Hautzellen geleitet und somit ein optimales Umfeld für die körpereigenen Reparatur- und Regenerierungsvorgänge geschaffen. Und weil schöne Haut mit einer gründlichen Reinigung beginnt, habe ich mir als erstes „The Cream Cleasing Gel“ vorgenommen. Was gut dosiert aus dem Spender kommt, ist eine weiße Creme-Gel-Textur. Sie fühlt sich leicht und frisch auf der Haut an. Es sind keine Duftstoffe enthalten. Der Geruch ist angenehm natürlich, vielleicht ein wenig „medizinisch“. Mit Wasser aufemulgiert entwickelt sie keinen Schaum, was mir gut gefällt. Auch das Augen- und wasserfeste Brauen-Make-up lässt sich einfach damit entfernen, ohne reiben oder in den Augen zu brennen. Und am wichtigsten: Meist spannt meine Haut nach der Reinigung unangenehm, so dass ich gar nicht schnell genug ein Serum oder eine Creme auftragen kann. Bei diesem Produkt nicht. Im Gegenteil. Sie fühlt sich gut durchfeuchtet und entstresst an. Nach vierwöchiger Anwendung erscheint mir auch die Hautoberfläche ebenmäßiger und glatter. Vielleicht liegt es aber auch an der nachfolgenden Pflege. Ich trage täglich morgens und abends „The Cream“ auf.… weiterlesen

Für Sie getestet: „Magic Fix“ von Artdeco

Ich bin ein absoluter Anhänger von Lippenstift. Am liebsten Orange- bis Knallrot. Mein rot geschminkter Mund ist immer so etwas wie ein Markenzeichen für mich gewesen. Deshalb ist es mir, seit Corona unter uns ist, auch extrem schwer gefallen, darauf zu verzichten. Aber wer mag schon verschmierten Lippenstift am Mund und Farbreste in der Schutzmaske, wenn man sie abnimmt. Eine abschreckende Vorstellung für mich. Doch jetzt habe ich etwas gefunden, das dem allen ein glückliches Ende macht. „Magic Fix“ heißt die Lösung. Es ist eine Flüssigkeit, die den Lippenstift kuss- und wasserfest machen soll. Das wollte ich unbedingt ausprobieren und hab mir ein Testmuster von Artdeco schicken lassen. Um es schon vorweg zu nehmen: Das Produkt hält, was es verspricht. Den Lippenstift versiegeln Also habe ich letzte Woche abends zum Ausgehen, es war unser Hochzeitstag, nach langer Zeit mal wieder meinen roten Lieblingslippenstift aufgetragen. Mit Konturenstift und allem was dazugehört. Wie empfohlen habe ich den Mund danach mit einem Papiertuch abgetupft und mir „Magic Fix“ zurecht gelegt. Es ist ein Fläschchen mit einer transparenten, wässrigen Lösung, die mit dem Pinsel aufgetragen wird. Laut Beipackzettel enthält sie beruhigendes Bergamotte- und Lavendelöl, dazu Alkohol. Ich verstreiche also mit dem kleinen Pinsel den Fixateur zügig auf dem gesamten Mund, gehe dabei auch über den Lippenrand hinaus. Der Konturenstift soll schließlich auch gut halten und nicht verlaufen. Es prickelt anfangs etwas auf den Lippen, das macht der Alkohol, der aber spürbar schnell verdunstet. Bis dahin den Mund nicht schließen, sondern leicht geöffnet lassen. Das ist bereits alles: Der Lippenstift ist sozusagen versiegelt. Und die Optik? Nichts hat sich verändert. Das matte Rot ist erhalten geblieben, das gilt übrigens ebenso für Glanzstifte. Dann wird es spannend. Noch zu Hause mache ich den Wischtest mit den Fingern über die Lippen. Nichts bleibt hängen. Am Eingang des Restaurants setze ich meine Maske auf. Jetzt wird es interessant. Der Ober führt uns an unseren Tisch, und ich nehme die Maske ab. Ein forschender Blick auf die Innenseite des Stoffs. Absolut nichts. Er ist noch genau so blütenweiß wie zuvor. Die Getränke werden serviert. Ich trinke aus meinen Glas, ohne dass ein Abdruck am Rand zu erkennen. Dann kommt das Essen. An der hellgrauen Serviette bleiben nur minimale Lippenstiftspuren zurück. Ich kontrolliere meinem Mund unauffällig in der Schneide des Silbermessers. Die Konturen sind immer noch perfekt. Und auf den Lippen kann man nur einen geringen Abrieb erkennen, wenn man ganz genau hinsieht.… weiterlesen

Auch Kosmetika haben ein Verfallsdatum

Die Sonnencreme vom vergangenen Jahr. Der halb verbrauchte Lippenstift. Die Creme, die unangenehm riecht. Alles Fälle für den Mülleimer. Wie man ab und zu seinen Kleiderschrank ausmistet, sollte man auch seine Beauty-Produkte regelmäßig aussortieren. Der Riechtest Die grundsätzliche Frage lautet: Wie merkt man, ob ein Produkt noch zu gebrauchen ist? Zunächst mal die Farbe. Hat sie sich verändert beispielsweise bei einem Parfum, dann sollte man das Produkt entsorgen. Ein weiteres Indiz ist der Geruch. Sobald einem beim Öffnen ein ranziger oder muffiger Geruch in die Nase steigt, ist das Haltbarkeitsdatum überschritten. Auch wenn sich auf der Creme etwas absetzt oder die Konsistenz ausflockt, unbedingt wegwerfen. Der Grund, warum Kosmetik verdirbt ist der Gleiche wie bei Lebensmitteln. Keime und Bakterien haben gerade bei feuchten Produkten leichtes Spiel. Kosmetikprodukte bestehen aus einer Mischung von verschiedenen Ölen, Wasser, Wirksubstanzen und Konservierungsstoffen. Durch Hautkontakt wie z.B. Finger gelangen die kleinen „Bösewichte“ in das Produkt und bringen es zum “Kippen”, weil die enthaltenen Fette ranzig werden. Symbol: offener Cremetiegel Symbol für das Verfallsdatum Jedes Kosmetikprodukt muss seit 2005 eine Art Verfallsdatum ausweisen. Das Symbol ist ein offener Cremetiegel mit einer Zahl, die die Monate angibt, die das Produkt nach dem Öffnen haltbar ist. Weiterhin gibt der Gesetzgeber vor, dass ungeöffnete Produkte mindestens 30 Monate haltbar sein müssen. Voraussetzung dafür sind normale Lagerbedingungen, d.h. Raumtemperatur und keine direkte Sonneneinstrahlung. Grundsätzlich kann man sagen, dass feuchte und sehr fetthaltige Produkte schneller verderben als trockene. Ein hoher Wasseranteil sorgt dafür, dass sich Bakterien und Mikroorganismen schneller vermehren können als in trockenen Texturen wie Puder. Ausgenommen davon sind Kosmetika mit viel Alkohol (Parfum), da er ein guter Konservierungsstoff ist. Alkoholhaltiges Gesichtswasser hält deshalb bis zu drei Jahre, alle übrigen nur zwei Jahre. Naturkosmetik ist oft weniger lange stabil, weil hier sehr oft auf Konservierung verzichtet wird. Der Kühlschrank ist übrigens, wenn nicht explizit empfohlen, kein guter Aufbewahrungsort für Beauty-Produkte. Gerade Emulsionen setzt die Kälte zu, indem sich Fett und Wasser trennen, Puder beginnen zu bröckeln und Lippenstifte verlieren ihre Farbe. Das kann weg! Wimperntusche – Angebrochen, aber nicht aufgebraucht. Die Tusche beginnt zu bröseln. Wie gibt es das? Da man das Bürstchen ständig auf und ab bewegt, gelangt Luft in die Mascara, die die Textur austrocknet. Nach dem erstmaligen Öffnen ist Wimperntusche circa sechs Monate haltbar – und dann weg damit. Übrigens sollte man Mascara nie verleihen, auch nicht der besten Freundin. Zu schnell schleichen sich Bakterien ein. Aus dem gleichen Grund nach einer Bindehautentzündung die Mascara sofort entsorgen.… weiterlesen

Für Sie getestet: Lippenstift von La Beauté Hermès

Wenn die gute Fee mir einen Wunsch freistellen würde für einen Luxusartikel, würde ich ihr eine „Birkin“ in Auftrag geben. Für mich der Inbegriff von klassischem Luxus. Den kleinen Luxus habe ich mir bereits selbst gegönnt – einen der neuen Lippenstifte von Hermès Beauté. Beauty ist ein Novum für das Traditionshaus. Pierre Hardy, Kreativdirektor im Unternehmen und verantwortlich für Schuhe, Schmuck und High Jewellery, hat das Objekt entworfen. Vor fünf Jahren begann die spannende Reise in die Welt der dekorativen Kosmetik. Dieses Jahr ist die Rouge Hermès-Kollektion aus 24 Lippenstiften, 10 matt und 14 seidig-glänzend, auf den Markt gekommen. Eine raffinierte Auswahl, die von den Métiers Seide mit seinen unendlich vielen Farben (75.000 Farbnuancen) und Leder (900 Töne) inspiriert ist. Funktionale Ästhetik Schon allein die dreifarbige Hülle – gebürstetes Gold, Lackschwarz und ein Elfenbeinton – mit dem goldfarbenen Ex-Libris-Motiv im Deckel – liegt geschmeidig in der Hand. Der Lippenstift selbst trägt den Hermès-Schriftzug. Mit einem sonoren Clack schließt sich die Hülle. Und die ist ein Objekt für immer, das einen lange begleitet. Denn der Lippenstift ist nachfüllbar. Ich habe für mich dieses Mal die Farbe Orange Boite 33 gewählt. Ein sommerlich-sonniges Orange. Einen Farbton, den ich schon lange suche. Die Textur ist perfekt: schön cremig und doch matt, langenhaltend und doch nicht austrocknend. Ein gelungenes Debüt für La Beauté Hermès. Ich denke, man darf schon gespannt sein auf die nächsten Objekte. Alle sechs Monate sollen neue vorgestellt werden. „Von Make-up bis Hautpflege“ heißt es aus dem französischen Traditionshaus. Meine einzige Kritik: Das lederne Stift-Etui ist zugegebenermaßen äußerst edel. Doch den Preis von 1.520 Euro finde ich – Verzeihung – schon etwas übertrieben. Auch wenn es in der für das Haus typisch hochwertigen Handwerkskunst gefertigt ist… Rouge Hermès Lippenstift, ca. 62 Euro… weiterlesen

Wie krisenfest sind Lippenstifte?

C&C-Autorin Margit Hiebl erzählt hier, warum sie auch zu Corona-Zeiten mit Maskenpflicht nicht auf ihre roten Lippen verzichten wird und warum sich in Krisenzeiten teure Lippenstifte besonders gut verkaufen. Mich sieht man nie oben ohne. Gemeint ist roter Lippenstift. Tja – jetzt sieht man mich auch (fast) nie oben ohne. Gemeint ist die Maske. Das heißt: Auszeit für den Lippenstift? Oder nur als Luxusartikel für ganz besondere Momente? Denn, selbst wenn bald auch die Lokale wieder öffnen – die Masken werden uns erstmal erhalten bleiben. Und da wirkt es auch nicht gerade sexy, wenn man die Maske zum Essen abnimmt und das Lippenmake-up darunter aussieht, als hätte man schon gegessen. Dabei ist der Lippenstift für uns Ladies unverzichtbar – zumindest in Krisenzeiten. Der „Lipstick Index“ Erstmals beobachtet wurde das Phänomen nach der Wirtschaftskrise in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts in den USA. Während sich die industrielle Produktion nahezu halbierte, stieg der Umsatz von Lippenstiften & Co stark an. Eine ähnliche Entwicklung gab es auch seit der Finanzkrise vor über 10 Jahren. Ebenso nach 9/11. Seither hat das Phänomen auch einen Namen: Während die Börsenkurse sich im Tiefflug befanden, schossen die Absatzzahlen von teuren Lippenstiften außergewöhnlich in die Höhe. Leonard Lauder, damals Vorstandsvorsitzender des US-Kosmetikkonzerns Esteé Lauder, nannte diese Art Indikator für wirtschaftliche Entwicklung den „Lipstick Index“. Kleiner Luxus Warum verkaufen sich in Krisenzeiten gerade teure Lippenstifte? Nun, ein Erklärungsversuch ist: Wenn das verfügbare Einkommen wegen stagnierender Wirtschaft kleiner wird und man sich schon keine größeren Anschaffungen leisten kann oder will, gönnt man sich zumindest einen kleinen Luxus – einen chicen Lippenstift. Und schließlich gilt in kleinen und besonders auch großen Krisenzeiten der Stilgrundsatz von Holly Golightly, dem New Yorker Partygirl im kleinen Schwarzen aus dem Kultfilm „Frühstück bei Tiffanys“: „A girl can’t read that sort of thing without her lipstick“. Wenn’s also in die Untiefen des Lebens geht – nicht ohne Lippenstift. Denn Stil ist alles, wie Diana Vreeland sagte, New Yorker Szene-Größe und Chefredakteurin der US-Vogue (1963-1971). Er hilft dir, morgens aufzustehen und die Treppe hinunter zu kommen. Es ist eine Lebensweise. Mein Plädoyer für den Lippenstift Also: Ich plädiere dafür, am viel zitierten Homeoffice-Schreibtisch keine Masken aufzutragen (meine Güte, kann man das nicht wie sonst auch abends oder am Wochenende machen?), sondern den Lippenstift. Dann wird es sicher auch im Online-Call „Zoom“ machen. Zwar ist es noch ist es zu früh für aktuelle Absatzzahlen. Doch ich wette, Wimpertuschen, Kajal, Lidschatten und Augenpflege werden neue Höhenflüge erleben – liegt schließlich das Augenmerk nun im oberen Drittel des Gesichts.… weiterlesen